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Software-VergleichSoftware-AuswahlWerkstattorganisation2026-09-17

SimpliServ oder velo.port? Vergleich für Fahrradwerkstätten, die aus der Zettelwirtschaft wollen

velo.port und SimpliServ im direkten Vergleich: Preismodell mit Modulzuschlägen, Arbeitsplätze, Kasse, Kundenportal, E-Rechnung — plus Migration inklusive Original-PDFs.

SimpliServ oder velo.port? Vergleich für Fahrradwerkstätten, die aus der Zettelwirtschaft wollen

velo.port ist in vielen deutschen Fahrradwerkstätten gesetzt: cloudbasiert, auf die Branche zugeschnitten, mit Warenwirtschaft, Werkstattauftrag und Kasse. SimpliServ tritt gegen denselben Betriebsalltag an, geht das Preismodell und den Kundenkontakt aber grundlegend anders an. Dieser Vergleich zeigt beides — inklusive der Punkte, an denen velo.port die bessere Wahl bleibt.

Der zentrale Unterschied: Grundpreis plus Module oder ein Plan

velo.port arbeitet mit einem Grundtarif und vielen kleinen Zubuchungen. Nach der öffentlichen Preisliste von velo.port bringt der Hauptzugang drei gleichzeitige Arbeitsplätze mit; eine einmalige Einrichtungsgebühr, die Cloud-TSE, jeder weitere Arbeitsplatz, die Rechteverwaltung, die Online-Terminbuchung, der Webshop-Import, das Mahnwesen und die DATEV-Schnittstelle sind separate Positionen.

Das führt zu einer typischen Erfahrung: Der Einstiegspreis stimmt, die tatsächliche Monatsrechnung ergibt sich erst aus der Summe der Häkchen.

SimpliServ bündelt genau diese Bausteine in Stufen. Pro kostet 119 € im Monat und enthält fünf Nutzer, die Registrierkasse, Lager mit Seriennummern, Online-Termine, Mahnwesen, Zeiterfassung und die Shop-Anbindung. Add-ons gibt es, aber sie betreffen Ausnahmen wie zusätzliche Standorte oder Dienstplanung, nicht den Alltagsbetrieb.

Baustein velo.port SimpliServ Pro
Einrichtung und Datenübernahme einmalige Gebühr laut Preisliste inklusive
Registrierkasse Cloud-TSE als monatliches Modul enthalten
Online-Terminbuchung einmalig plus monatlich enthalten
Rechteverwaltung Modul enthalten, granulare Rollen ab Business
Mahnwesen Modul enthalten
Fünf Nutzer Aufpreis je Arbeitsplatz enthalten

Wo velo.port punktet

velo.port ist eng am deutschen Fahrradfachhandel gebaut. Für Betriebe, deren Umsatz an einzelnen Branchenschnittstellen hängt und die ausschließlich Räder annehmen, kann das passen; eigene Anbindungen lassen sich in SimpliServ ab Business über die offene API und den MCP-Connector ergänzen.

Für alle anderen kippt das Bild schnell. Die Spezialisierung endet am Fahrrad, und das Preismodell verlagert die eigentliche Rechnung in die Zubuchungen: Kasse, Terminbuchung, Rechteverwaltung, Mahnwesen und jeder weitere Arbeitsplatz kosten extra. Was als 99-Euro-System beginnt, ist im Alltag selten ein 99-Euro-System.

Wo SimpliServ gewinnt

Der Kunde fragt nicht nach, er sieht nach. Das Kundenportal funktioniert ohne Login: Statuslink, Freigabe des Kostenvoranschlags direkt im Browser, automatische Nachricht bei Fertigstellung per WhatsApp, SMS oder E-Mail. In Werkstätten mit hohem Reparaturaufkommen ist das der spürbarste Unterschied im Tagesgeschäft.

Jede Rechnung ist bereits eine E-Rechnung. Die strukturierten ZUGFeRD-Daten stecken automatisch im PDF, mit fortlaufenden Nummernkreisen und Festschreibung. Niemand muss ein Format wählen.

Mehr als Fahrrad. Dieselbe Software deckt E-Scooter, KFZ, Elektronik und allgemeinen Service ab. Für Betriebe, die längst nicht mehr nur Räder annehmen, entfällt damit das Zweitsystem.

Offen nach außen. Ab Business gibt es API-Zugang und einen MCP-Connector für eigene Anbindungen und KI-Werkzeuge, dazu Workflows, die wiederkehrende Schritte automatisch auslösen.

Anpassbar ohne Projektkosten. Eigene Felder, Vorlagen und Formulare, eigene Rollen und Rechte, ab Business ein Workflow-Builder sowie API und MCP-Connector: Sie passen die Software an Ihren Ablauf an, statt Ihren Ablauf an die Software. Dafür braucht es keine Beraterstunden und keinen Entwickler.

Günstig und planbar. Der Einstieg kostet 49 € im Monat, im Jahresabo aktuell 19 € in den ersten vier Monaten; Pro mit fünf Nutzern liegt bei 119 € statt zunächst 49 €. Einrichtung und Datenübernahme übernimmt SimpliServ (Wert 199 €, derzeit kostenlos), es gibt keine Lizenz je Arbeitsplatz und nach dem Test keine Mindestlaufzeit.

Für Fahrradhändler gebaut, nicht nur passend gemacht

SimpliServ ist auf Zweiradbetriebe zugeschnitten: Rahmennummern und Seriennummern am Fahrzeug, Ersatzteilbestellung direkt aus dem System über die VeloConnect-Anbindung, Lager mit Lagerorten und Inventur, Reparaturannahme mit Fotos und Unterschrift am Tablet, Online-Terminbuchung für Service-Slots, Vermietung und Verleih — und dieselbe Software deckt E-Bikes, E-Scooter und alles andere ab, was der Betrieb zusätzlich annimmt.

Modern statt gewachsen. SimpliServ läuft im Browser — am Tresen, am Tablet in der Werkstatt, am Handy unterwegs. Keine Installation, kein Server im Hinterzimmer, keine Jahresversion, die ein Techniker einspielt, keine nervigen Update-Fenster, in denen der Betrieb steht: Neue Funktionen sind einfach da, im Preis enthalten. Die Oberfläche ist auf Tempo gebaut statt auf Menübäume, neue Mitarbeitende kommen ohne Schulungswoche zurecht.

Migration von velo.port: der wichtigste Punkt

velo.port speichert Daten nicht lokal, sondern in der Cloud des Anbieters — ein selbst gebauter Export ist deshalb keine Kleinigkeit. Für genau diesen Fall gibt es bei SimpliServ ein eigenes Migrationswerkzeug: Es liest über die laufende, angemeldete velo.port-Sitzung ausschließlich Ihre eigenen Daten aus und überträgt Kunden, Fahrzeuge und die vollständige Beleghistorie — inklusive der originalen Rechnungs-PDFs im gewohnten Layout. Es wird dabei nichts in velo.port zurückgeschrieben.

Das Ziel dieser Migration ist bewusst formuliert: velo.port kann danach vollständig abgeschaltet werden, ohne dass Ihre Belegarchive verloren gehen.

Häufige Fragen

Verliere ich beim Wechsel meine alten Rechnungen?

Nein. Die Migration übernimmt die Beleghistorie samt der Original-PDFs, sodass Aufbewahrungsfristen erfüllt bleiben. Die konkrete Aufbewahrungspflicht klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Was ist mit Rahmennummern und Fahrzeughistorie?

Fahrzeuge und Seriennummern sind in SimpliServ eigene Datensätze mit vollständiger Service-Historie und werden bei der Migration mit übernommen.

Ist SimpliServ für eine Ein-Personen-Werkstatt nicht zu groß?

Dafür gibt es Starter für 49 € im Monat mit Annahme, Aufträgen, Angeboten, Rechnungen und Terminen. Die Kasse lässt sich als Add-on dazubuchen.

Wie lange dauert der Umstieg?

In der Regel ein bis zwei Tage bis zur Arbeitsfähigkeit. Import und Einrichtung übernimmt SimpliServ.

Fazit

velo.port bleibt eine solide Wahl für reine Fahrradbetriebe, die von den Branchenschnittstellen leben. In allen anderen Fällen gewinnt SimpliServ: ein Preis statt einer Summe aus Modulen, fünf Nutzer inklusive, Kasse und Terminbuchung ohne Aufpreis, Kunden, die ihren Status selbst sehen — und jede Rechnung automatisch als E-Rechnung.

Das stärkste Argument liegt beim Wechsel selbst: Die Migration bringt Kunden, Fahrzeuge und die komplette Beleghistorie inklusive der originalen Rechnungs-PDFs mit, sodass velo.port danach vollständig abgeschaltet werden kann. Preise ansehen oder Funktionen vergleichen.

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